Interessantes von der Insel Norderney & der SonnenDüne

Die sozialen Medien bringen Norderney weit nach vorne. Zusammen mit weltbekannten Stränden wie der Manly Beach (Australien), der Copacabana (Braislien) und dem Waikiki Beach (auf Hawaii) befinden sich die Strände Norderney´s unter den Top-Ten der beliebtesten Strände der Welt.

Dies gilt zumindest, wenn man die Anzahl der Hashtags auf der Bildplattform Instagram für deren Beliebtheit zugrunde legt. Eine online Buchungsplattform hat das Ranking erstellt und zählte 131.000 Beiträge für Norderney. Und für die Anzahl der Hastags liegt Norderney unter allen Strandbildern weltweit auf Platz 10. Bei den Motiven gibt es aber auch einen ganz klaren Liebling der Inselbesucher: den Standesamt-Badekarren.

Auch das Staatsbad von Norderney setzt zunehmend auf das Posten von Fotos und Videos bei Instagram. Frau Grünfeld und ihr Team aus der Marketingabteilung freuen sich über das steigende Interesse der User an Norderney-Bildern und das damit einhergehende Interesse an der Insel.

Also auf geht´s: schöne Strandbilder machen, Hashtag #norderney beifügen, und ab damit auf Instagram.

Dies ist wirklich ein Jahrhundertsommer. Da kann man sich schonmal ein paar kleine Sorgen machen, ob wir auf Norderney auch genügend Trinkwasser haben oder ob die anhaltende Hitzewelle womöglich alle Reserven schon verdampft hat. Denn im gesamten Juli sind lediglich 2 Liter Wasser auf die Insel geregnet.

Der Herr Rass, Wassermeister bei den Norderneyer Stadtwerken, ist jedoch sicher, dass sich kein Bewohner und kein Urlauber Gedanken machen muss. Noch ist alles im grünen Bereich und Norderney ist noch weit entfernt von Bewässerungsverboten, wie sie vielerorts bereits ausgesprochen wurden. Wir dürfen uns bei dem vielen Regen des vergangenen Winters bedanken, denn in dieser Zeit sind 100 Liter je Quadratmeter ins Grundwasser und in die Süßwasserlinse geflossen sind. Diese Wasserblase umfasst ca. 33 Millionen Kubikmeter Süßwasser und verdrängt das umgebende Salzwasser. Sie ist mittlerweile so voll, dass sie erstmalig an den Dünenrändern wieder hervorkommt.

Auch wenn die Wasserversorgung also nicht gefährdet ist, kann es nicht schaden, weiterhin sorgsam mit dieser wertvollen Inselressource umzugehen.

Fotograf: Frank Vassen, https://www.flickr.com/photos/42244964@N03/7916562732/, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Wir alle sehnen uns den Frühling herbei. Und mit dem Schmelzen des letzten Eises und der Rückkehr wärmerer Temperaturen kehrt auch ein ganz besonderer Vogel in das Wattenmeer von Norderney zurück: der Löffler. Er ist auch aus größerer Entfernung kaum zu übersehen, denn er ragt mit seinen 70-95 cm leicht aus der sonst flachen Wattenmeerlandschaft heraus. Zu Beginn der Brutzeit trägt er einen goldgelben Brustlatz und für die besseren Argumente während der Balz  besitzt er auch noch lange Schmuckfedern am Hinterkopf, so dass die Weibchen beeindruckt sind, sobald er diese durch Kopfbewegungen in Schwingung bringt. Man spekuliert, dass die Länge der Kopffedern Aussagen über die Fitness zulassen und damit weiblichen Vögeln einen höheren Bruterfolg versprechen. Das entsprechende Nest ist beeindruckend in seiner Größe und erinnert mit einer Höhe von 50cm an einen Warft. Dieser Hochbau schützt auch vor der Gefahr einer Überflutung. Von Fundstücken aus dem Watt bis zu normaler Vegetation und Ästen/Stöcken kann man alles in dem Nest finden. Die zunehmende Verschmutzung unserer Meere führt nun leider auch dazu, dass z.B. Netzreste und anderer Plastikmüll verbaut werden, was nicht ohne Gefahr für die Brut ist.

Doch nun zum entscheidensten Mermal dieses Vogels: sein löffelartiger Schnabel mit gelber Platte (zur Brutzeit). Er dient zur Jagd auf kleine Garnelen, die er mit pendelartigen Bewegungen des Löffels über dem Meeresboden aufscheucht und sich dann schnappt. Dies ist natürlich nur bei Niedrigwasser möglich. Zu Hochwasserzeiten fliegt er daher zu den Binnengewässern auf den ostfriesischen Inseln aber ggf. auch kilometerweit ins Binnenland. Mit derselben Technik macht er dort in Gräben Jagd auf Stichlinge und andere kleine Fische.

Nachdem dieser Vogel früher stark bejagt wurde, war er für eine ganze Zeit aus dem Raum des niedersächsischen Wattenmeeres verschwunden. Erst seit 1995 begann die erneute Besiedelung, und mittlerweile können wir auf einen Bestand von ca. 650 Brutpaaren im Nationalpark stolz sein, die sich in den geschützten Salzwiesen wohl und sicher fühlen. Zum Jahresende hin verschwinden dann wieder alle in ihre Winterquartiere in Südwesteuropa und Westafrika.

Wir hoffen, Sie sind gut in das neue Jahr 2018 gekommen? Wie kann man ein Jahr besser beginnen, als mit einem Spaziergang am Strand. Für alle Fans, die die Insel Norderney ebenso lieben wie wir, haben wir ein kleines Video gemacht, dass Sie auf das kommende Jahr einstimmen soll. Lassen sie es doch mal ein wenig entspannt angehen. Fahrt aufnehmen kann man immer.

Die besten Neujahrswünsche senden Ihnen
Christel und Klaus Voßwinkel von der SonnenDüne  

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https://www.youtube.com/watch?v=sMMDqseqB-g

 

Im Sand vergrabenes Wrack vor der Sturmflut 2017

Am östlichen Inselende von Norderney liegt seit Jahrzehnten ein gestrandetes Schiffswrack. Dieser Teil der Insel wird nicht durch einen Deich geschützt. Den Elementen schutzlos ausgesetzt wird die Ostspitze daher bei Sturmfluten sehr oft teilweise überflutet.

Bei der letzten Sturmflut wurde das Wrack, welches eine lange Zeit fast vollständig von Sand bedeckt war, teilweise wieder freigelegt. Ein Besuch könnte sich also lohnen, und ist eine schöne Tagesaktivität mit Fotoshooting-Motiv.

Doch woher kommt das Wrack ?
Es handelt sich hierbei um einen Heringslogger, der im Jahre 1967 kurz vor Weihnachten auf die Othello Platte auflief. Sein Ziel war eigentlich der Hafen von Glückstadt, doch dort sollte er nie ankommen. Die Besatzung des Schiffes gab Notsignale mit Hilfe einer Leuchtpistole, die in Baltrum gesichtet wurden. Rettung kam dann tatsächlich aber von der Insel Langeoog, da das Rettungsboot aus Norderney zu dieser Zeit gerade in der Werft war. Erste Priorität war die Rettung der Mannschaft. Und die Aufgabe war bei dem Seegang alles andere als leicht. Die Evakuierung gelang schließlich durch beherzte Sprünge in ein Sprungnetz. Das verlassene Schiff trieb dann in der Folge am nächsten Tag auf die östliche Sandbank. Ein Bergungsversuch eines Muschelbaggers, der sich hiervon gute Profite versprach, führte überraschenderweise zum gegenteiligen Ergebnis. Nun saß auch der Muschelbagger fest, der sich vorher mühsam eine Rinne zum Heringslogger geschaufelt hatte. Letzterer kam im folgenden Frühjahr bei hohem Wasserstand tatsächlich von alleine wieder frei. Nur der Muschelbagger, der liegt noch heute dort fest.

Sie wollen das Wrack besuchen? So geht´s:
Mit dem Fahrrad oder dem Auto fahren Sie zum Parkplatz Ostheller. Von dort aus geht es zur Ostspitze der Insel, die Heller genannt wird, nur noch zu Fuß weiter. Insgesamt liegen hin und zurück 14km vor Ihnen. Es wird empfohlen, den Hinweg am Strand zu nehmen, da sie vom Parkplatz aus leicht den Weg finden werden. Auf dem Rückweg können sie auch quer durch das Naturschutzgebiet gehen. Auf dem Weg zum Wrack kommt ihnen auch die Nachbarinsel Baltrum immer mehr entgegen. Im Regelfall sind hier hier ziemlich allein unterwegs und können die Natur und die Brandung genießen. Falls sie nicht wieder am Strand zurückgehen möchten und auf den Heimweg durch das Naturschutzgebiet wählen, sollte man sich allerdings darauf einstellen, dass es teilweise durch morastische Salzwiesen gehen wird. In den Dünen findet man sogenannte Windausblasungen, so dass die Dünentäler bis unterhalb des Grundwasserniveaus reichen, so dass sich hier Wasser ansammelt. Falls Sie sich mal nicht sicher sind, wo sich der Parkplatz befindet, achten sie auf Wanderer die Richtung Strand gehen. Diese kommen meistens vom Ostheller.

Eine alternative Anreise zum Wrack ist auch der Start an der „Oase“. Hier hält der Linienbus und sie kommen leicht zum Strand. Allerdings ist der Weg dann nochmal 4-5km länger.

Die nachfolgenden Bilder zeigen das nach der Sturmflut wieder etwas freigelegte Wrack und wurden von Gästen der SonnenDüne aufgenommen. Herzlichen Dank dafür.